|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Etwas bewegen zu wollen, zeichnet den Lebensweg von Professor Dr. Hermann Appel aus. Der 2002 verstorbene Leiter des Instituts für Kraftfahrzeuge der Technischen Universität Berlin und Gründer der IAV, hat in seinem beruflichen Leben viele neue Wege eingeschlagen und mit seinen herausragenden Ideen Grundsteine für viele weitere Entwicklungen gelegt – auf wissenschaftlichem und wirtschaftlichem Gebiet.
Professor Dr. Hermann Appel (geboren 1932) begann nach einer Maschinenschlosser-Lehre in seinem Geburtsort Lüneburg und einem Maschinenbau-Studium an der TH Braunschweig seine berufliche Laufbahn als Assistent am dortigen Mechanik-Institut. 1965 promovierte er in einem Thema der Baustatik. Als Ingenieur wechselte er in die Wirtschaft und leitete anschließend drei Jahre die Abteilung „Technische Berechnung“ bei der Rheinstahl Hanomag AG in Hannover.
|
 |
 |
Nachfolgend beschäftigte er sich bei der Volkswagenwerk AG im Bereich Forschung mit Problemen der Struktursicherheit von Pkw, vor allem innerhalb des Projektes „Experimental Safety Vehicle“.
1972 berief ihn die Technische Universität Berlin als Leiter für das Fachgebiet „Kraftfahrzeuge“. Die Biomechanik und die Kraftfahrzeugsicherheit wurden in dieser Zeit als Forschungsgebiete vertieft, unter anderem durch die Einrichtung einer Crashanlage. Alternative Antriebssysteme, Emissionsminderung, rechnergestütztes Entwerfen und innovative Fahrzeugkonzepte kamen als neue Forschungsgebiete hinzu. Rund 250 Veröffentlichungen in Zeitschriften und verschiedene Bücher dokumentieren Professor Appels Forschungstätigkeit.
1983 initiierte er die Gründung der IAV, Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr. Mit der Unterstützung dreier Unternehmen als Gesellschafter, darunter die Volkswagen AG, gründete er die IAV. Ziel war es, der Forschung und Entwicklung in der Automobilindustrie neue Impulse zu geben. Von 1983 bis 1998 war Professor Appel als Mitglied der Geschäftsführung maßgeblich am Unternehmenserfolg beteiligt.
Das inzwischen 2.500 Mitarbeiter starke Unternehmen ist heute ein führender Entwicklungspartner für die Automobilindustrie. Neben der Zentrale in Berlin werden an den Hauptstandorten Gifhorn und Chemnitz sowie in zehn weiteren nationalen und internationalen Büros täglich neue Ideen zur Serienreife gebracht. In den Geschäftsbereichen Elektronik-, Antriebsstrang- und Fahrzeugentwicklung gehören alle Entwicklungsphasen eines Fahrzeugs, von der Forschung über die Vorentwicklung bis hin zu den komplexen Entwicklungsaufträgen für die Serienproduktion, zum Leistungsspektrum der IAV. Dabei sind interdisziplinäre Arbeit und das Verständnis für das Gesamtfahrzeug die besonderen Stärken des Unternehmens.
Professor Hermann Appel hat national wie international verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten übernommen. Für seine Verdienste auf dem Gebiet der Fahrzeugsicherheit wurden ihm u.a. die „Benz-Daimler-Maybach-Ehrenmedaille“ des VDI und der „Safety Award for Engineering Excellence“ des US Department of Transportation verliehen.
< zurück
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|