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Dipl.-Ing. (FH) Hartmut Siewert
Fachhochschule Braunschweig-Wolfenbüttel
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Ulrich Klages
Zusammenfassung der Diplomarbeit
Für den Betrieb eines Verbrennungsmotors ist ein komplexes elektronisches
Motormanagementsystem erforderlich. Soll ein entsprechendes Steuergerät in der Serienproduktion
verbaut werden, wird es aus Kosteneffizienzgründen so kompakt wie möglich entworfen. Die
Entwicklung neuartiger Brennverfahren und die Optimierung von Ansteuerkonzepten erfordert
hingegen ein anpassungsfähiges System mit flexiblen Funktionen.
Mit ihrem Entwicklungssteuergerät FI2RE (Flexible Injection and Ignition for Rapid Engineering) stellt
die IAV GmbH eine entsprechend flexible Basis bereit. Optional können Komponenten zur Regelung,
Ansteuerung und Auswertung in das System integriert werden.
Die Komplexität der FI2RE-Module nimmt stetig zu. Dabei stiegen auch die Anforderungen an die
Systemkommunikation und die Recheneinheit. Kernproblem ist das gleichzeitige
Kommunikationsmanagement und die Ausführung der Steuergerätesoftware auf einer Recheneinheit.
Die aktuellen Kommunikationskanäle sind in Geschwindigkeit und Bandbreite einschränkt.
Im Rahmen dieser Diplomarbeit entstand ein zukunftorientiertes Kommunikationskonzept für das
FI2RE-Steuergerät. Es wurde in Form einer zentralen Karte umgesetzt. Ein störungsunempfindliches,
serielles Kommunikationskonzept schafft zusätzlich zu den vorhandenen Kanälen Freiraum für die
interne und die externe Kommunikation. Die bisher verwendete Recheneinheit wurde aus dem
Verbund entkoppelt. Unter gleichzeitiger Anbindung eines separaten Arbeitsspeichers wurde die
vollständige Kontrolle und die dynamische Steuerung der gesamten Systemkommunikation an eine
neue, zentrale Steuereinheit abgegeben. Eine flexible Eingabe- und Ausgabeschnittstelle wurde
ebenso auf der Karte integriert.
Diese leistungsstarke Kommunikationseinheit befreit die Recheneinheit weitgehend von
Kommunikationsaufgaben. Dadurch entsteht neuer Freiraum für zukünftige Anwendungen.
So wird die effektive Rechenleistung der aktuellen Hardware gesteigert. Der damit verbundene
Systemwandel des FI2RE ist jedoch mit weiterem Arbeitsaufwand verbunden. Aus
betriebswirtschaftlichen Gründen wurde deshalb ein Konzept entworfen, welches einen fließenden
übergang zwischen Entwicklung und praktischem Einsatz ermöglicht. Unter Beibehaltung der bereits
verwendeten Funktionalitäten kann das neue Konzept sowie zukünftige Anforderungen umgesetzt und
in Betrieb genommen werden.
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