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Servane Lessi
Zusammenfassung
Von zukünftigen Fahrzeugen werden technische Spitzenlösungen und umweltfreundlicher Komfort erwartet. Alternative
Antriebe stellen eine Strategie dar, diese Anforderung adäquat zu erfüllen. Dies trifft in besonderem Maße
auf die stetig an Bedeutung gewinnende Brennstoffzellentechnologie zu, an der nahezu alle Automobilhersteller forschen.
Brennstoffzellenfahrzeuge werden von einem Elektromotor angetrieben, der von einer Brennstoffzelle mit Strom versorgt wird.
Aufgrund der hohen Anlaufzeit der Brennstoffzelle und des schlechten Verhaltens der Brennstoffzellen bei niedrigen Temperaturen
müssen Brennstoffzellenfahrzeuge mit einer Batterie ausgerüstet werden. Die Idee, diese Batterie zur Unterstützung
der Brennstoffzelle auch bei optimalen Betriebsbedingungen strategisch zu verwenden, führte zum Begriff des
Brennstoffzellen-Hybridfahrzeugs. Die Entwicklung eines optimal auf das Fahrzeug angepassten und den
Kraftstoffverbrauch minimierenden Energiemanagements war Ziel der Diplomarbeit.
Die Hybridisierung soll aber nicht nur dazu dienen, den Energieeinsatz zu minimieren, sondern soll darüber hinaus auch
die Lebensdauer der Brennstoffzelle erhöhen. Außerdem muss der Leistungsbedarf des Fahrzeugs, wie bei jedem
herkömmlichen Fahrzeug, vollständig abgedeckt werden.
Ein angepasstes Energiemanagement erfüllt demnach also den Fahrerwunsch, minimiert den Kraftstoffverbrauch, schont die
Brennstoffzelle und berücksichtigt die Randbedingungen des Gesamt-Antriebsstrangs. Dies wird durch die Entwicklung einer
Betriebsstrategie zur effektiven Steuerung der elektrischen Maschine und der Energiequellen erreicht.
Eine der wichtigsten Randbedingungen ist dabei der Wunsch, einen beinahe konstanten Ladezustand der Batterie zu erreichen.
Das hat für Folge, dass die Energie, die der Batterie entzogen wird, auch in die Batterie zurückgespeist werden muss.
Eine weitere Besonderheit der Brennstoffzelle ist die relativ hohe Reaktionszeit der Luftversorgungseinheit. Die Betriebsstrategie
sorgt dann dafür, dass durch die Batterie die gewünschte Dynamik des Fahrzeugs trotz dieser Trägheit gewährleistet ist.
Der Kernpunkt der entwickelten Betriebsstrategie besteht aus der Verschiebung des Arbeitspunktes der Brennstoffzelle. Bei
niedrigen Lastanforderungen wird die Batterie eingesetzt und die Brennstoffzelle heruntergefahren, so dass die Brennstoffzelle
nie im schädlichen Leerlauf betrieben wird. Bei hohen Lastanforderungen werden Batterie und Brennstoffzelle gleichzeitig
eingesetzt, um dem Fahrer ein insgesamt höheres Leistungspotential anzubieten.
Diese Betriebsstrategie wurde anhand eines vorhandenen Fahrzeug-Simulationsmodells validiert und empirisch optimiert. Die
Simulationsergebnisse bestätigen das hohe Potential hybridisierter Brennstoffzellenfahrzeuge als ressourcenschonendes
und leistungsstarkes Fahrzeugkonzept.
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